| Anis Das süßlich-aromatische Kraut mit dem typischen Duft blickt auf eine lange Tradition als Würz- und Heilmittel zurück. Anis stammt aus dem östlichen Mittelmeergebiet.
Das süßliche Anisaroma verfeinert Backwerk und Desserts. Das frische Kraut würzt auch hervorragend pikante Gerichte.Hauptsächlich wird Anis jedoch Spirituosen und Likören beigemischt. Heilwirkung: Hustenmittel, gegen Krämpfe Blähungen. |
Melde Melde ist ein Fuchsschwanzgewächs. Sie wächst wild in Europa und in den gemäßigten Klimazonen Asiens. Andere Namen für die Gartenmelde sind Spanischer Salat, Spanischer Spinat und Orache.
In alten Quellen wird sie auch Atraphaxis genannt. Sie ist eine der ältesten Kulturpflanzen und wurde im Jahr 2000 vom Naturschutzbund Deutschland zur Nutzpflanze des Jahres gewählt.
Im Volksmund wurde Melde auch Bergspinat genannt. Lange Zeit war Melde aus der Mode, doch neuerdings wird Melde als attraktiver Blattsalat entdeckt.
Melde schmeckt in Feldsalat, Kopfsalat und anderem Blattgemüse. Heilwirkung: Nicht bekannt |
| Bärlauch Die würzigen Blätter schmecken wie Knoblauch und wachsen in Laubwäldern. Doch Achtung, man kann sie leicht mit den hochgiftigen Maiglöckchen verwechseln.
Wer sicher gehen möchte, kauft sie ab Ende April auf dem Markt .
Bärlauch eignet sich prima für Pestos, Salat oder Bärlauchbutter.
Heilwirkung: Bärlauch ist eisenhaltig, wirkt Blut bildend und blutdrucksenkend. |
Minze Nur wenige Kräuter sind so vielseitig wie die Minze, man wusste schon im Mittelalter über die Wirkung der Minze.
Grüne Minze ist angenehm erfrischend und hat ein süßlich scharfes Aroma unterlegt mit einem Hauch von Zitrone. Nur wenige Heilkräuter sind so vielseitig wie die Minze. In der westlichen Küche gibt man Minze zu Auberginen, Erbsen und Karotten.
Minze passt ausgezeichnet zu Huhn, Kalb, Schwein und dem traditionellen Oster-Lamm.
Heilwirkung: Ist belebend, dämpfend und beruhigend. Diese Eigenschaften hat man schon im Mittelalter geschätzt.
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| Borretsch Das haarige Kraut schmeckt jung geernte am besten, dann sind die Häärchen nicht so stark ausgeprägt. Borretsch eignet sich am besten für Salat. Besonders für Gurkensalat, ist aber auch lecker zu Gemüse, Suppen und Soßen. Ganz besonders fein ist Kräuterbutter mit Borretsch. Die schönen blauen Blumen sind eine hübsche, essbare Dekoration. Heilwirkung: Borretsch hilft gegen Erkältungen. |
Meerrettich Frisch geriebener Meerrettich verströmt einen sehr scharfen senftähnlichen Geruch, so dass die Augen tränen und die Nase läuft. Meerettich wird seit dem Mittelalter in Klostengärten kultiviert und fehlt ebenfalls in keinem Bauerngarten. Frisch geriebener Meerrettich behält seine Farbe wenn er mit etwas Zitronensaft beträufelt wird. Meerrettich gehört traditionell zu Roastbeef, Sied- und Räucherfleisch. Mit Meerrettich lässt sich leicht eine Sauce zubereiten, indem man ihn mit Sahne verrührt. Ferner schmecht er hervorragend zu geräuchertem fisch. Mit Aprikosenkonfitüre und Senf gemischt ergibt Meerrettich eine tolle Schinkenglasur.
Heilwirkung: Meerretich verwendet man, um die Abwehrkräfte zu stärken, Erkältungskrankheiten vorzubeugen und gegen Magen-Darm-Beschwerden. Meerrettich hat viel Vitamin C. |
| Basilikum Inzwischen eines der beliebtesten Kräuter in Deutschland. Was wäre eine Caprese (Tomaten und Mozzarella) ohne das intensive und hocharomatische Basilikum ?
Doch auch zu Salaten, Fisch, Fleisch oder Nudelgerichten sind die leckeren pfeffrigen schmeckenden Blätter fein. Man sollte Basilikum nur frisch verwenden. Es gibt mittlerweile rund 60 Arten von Basilikum. Heilwirkung: Keine bekannt. |
Oregano Das typische Mittelmeerkraut wird besonders gerne in der italienischen und griechischen Küche verwendet. Oregano verleiht einer Tomatensosse ebenso Würze wie einer Pizza. Oregano passt gut zu Lamm- und Schweinefleisch zu gegrilltem Fisch und Schafskäse. Oregano regt mit seinen Bitterstoffen die Galle an. Heilwirkung: Oregano ist harntreibend. |
| Bohnenkraut Das Kraut hat einen würzigen,pfeffrigen Geschmack. Wegen ihrer Schärfe eignet sich das Bohnenkraut für lang garende Fleisch-(Lamm, Schweinefleisch und Gemüsegerichten.
Man gibt feingegehackte Blätter zu Bohnen, Hülsenfrüchten und Kaninchen.
Heilwirkung: Gegen Magenbeschwerden, harntreibend und leicht abführend.
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Pimpinelle Mit ihrem pikant-würzigen, leicht nussartigen und erfrischenden Geschmack ist sie ein fester Bestandteil der berühmten grünen Soße (Frankfurter Soße). Ihr Geruch erinnert an Gurken. Pimpinelle harmonisiert hervorragend zu Eiergerichten. Sie dient zum Würzen von Suppen, Salaten, Gemüse und Fischgerichten. Heilwirkung: Wundkraut zum Stillen von Blutungen hilft bei Gicht und Rheuma und soll auch herzstärkend sein. Enthält viel Vitamin C. |
| Beifuß Man nennt die mit dem Wermut verwandte Pflanze auch Gänse- oder Besenkraut.
Die zum Würzen verwendeten Blütenrispen werden vor der Blütezeit geerntet, schmecken leicht bitter und riechen angenehm würzig. Beifuß passt sparsam dosiert zu gebratenem fetten Geflügel, Fleisch und
Gemüseeintöpfen. Man verwendet Beifuß sparsam. Heilwirkung: Verdauungsfördernd |
Petersilie Petersilie hat ein lecht würziges Aroma mit einem Hauch von Anis und Zitrone. Petersilie ist wahrscheinlich das einzige Küchenkraut, das in der europäischen Küche nicht fehlen darf. Unentbehrlich ist Petersilie in Bouquets. Petersilie schmeckt zu Eiern, Fisch und fast allen Gemüsen. Heilwirkung: Harntreibend |
| Brunnenkresse Die Blätter erinnern in ihrem Geschmack an Rettich. Die scharfen Inhaltsstoffe sind Senföl, sowie viele Vitamine (Job, Eisen und Schwefel) machen sie für das Immunsystem wertvoll. Man verwedet es frisch zu Geflügel-, Fisch- und Kartoffelgerichte, Supen, Salate und Quark. Heilwirkung: Hat eine blutreinigende und magenstärkende Wirkung. Enthält viel Vitamin C und Mineralstoffe. |
Portulak Der Portulak wird seit mehreren tausend Jahren zur Ernährung genutzt, ist aber, wie viele Wildgemüse, in der Neuzeit in Vergessenheit geraten.
In der Türkei stehen die fleischig, saftigen Blätter, nach wie vor häufig auf dem Speiseplan. Junge Blätter schmecken leicht säuerlich, salzig und nussartig. Ältere Blätter werden dagegen bitter. Die Blütenknospen können ähnlich wie Kapern genutzt werden. Das saftige, leicht salzig schmeckende Grün ergibt leckere Sommersalate, kann aber auch als Gemüse gekocht werden. Heilwirkung: Portulak enthält viele Vitamine und Mineralstoffe,wirkt blutreinigend und stoffwechselanregend. |
| Currykraut Die jungen Blätter und Triebe eignen sich zum Würzen von Reis, Saucen, Fleischgerichten und Fisch. Die Zweige werden kurz mitgekocht und vor dem Servieren entfernt. In der Küche verleiht es Suppen, Gemüse-, Reis- und Fleischgerichten ein leichtes Curryaroma. Die Blätter können entweder frisch oder getrocknet zu den Gerichten hinzugegeben werden. Heilwirkung: Keine bekannt. |
Rosmarin Rosmarin ist ein typisches Kraut aus dem Mittelmeerraum. Die leicht nach Harz schmeckenden bitterwürzigen Nadeln werden entweder gehackt oder als ganzer Zweig mitgegart. Rosmarin passt ausgezeichnet zu allen kräftigen Fleischspeisen. Besonders wenn sie mit Wein und Knoblauch geschmort werden.
Heilwirkung: Entkrampfend, harntreibend und heilend. |
| Dill Dillblätter haben ein duftendes Anis- und Zitronenaroma. Sie schmecken mild, aber anhaltend nach Anis und Petersilie.
Dill passt ausgezeichnet zu Fisch und Meeresfrüchten und Salaten. Heilwirkung: Abführend, stimulieren und verdauungsanregend. |
Rauke, Rucola Die gezackten Blätter der Rauke erfüllen schon bei der Ernte das Beet mit einem vollen nussig, pfeffrigen Aroma.
Der Geschmack ist angenehm scharf.
Bis zum 18. Jahrhundert war Rauke in Europa sehr beliebt, danach verschwand sie aus den Gärten und Küchen mit Ausnahme von Italien. Heute erlebt Rauke ihre Wiederentdeckung.
Rauke verwendet man zu gemischten Salat und Kartoffelsalat. Man serviert Rauke auch als eigenständigen Salat mit einem Nussöl oder in Kräuterbutter verknetet. Heilwirkung: Sehr viel Beta-Carotin und Folsäure. |
| Estragon Duftet würzig und entfaltet seinen Geschmack erst beim Kochen.
Estragon ist leicht bitter bis pfeffrig und sehr aromatisch.
Es nimmt in der französichen Küche einen sehr wichtigen Platz ein. Man verwendet es am besten frisch und in kleinen Mengen z. B. in Suppen, Sauce Bérnaise, Vinaigrette, Fisch, Geflügel, Remoulade und Senf. Heilwirkung: Gegen Darmstörungen, Rheumatismus und Kopfschmerzen |
Salbei Er hat längliche, graugrüne filzige Blätter und ein sehr intensives Aroma, das leicht an Kampfer erinnert. Salbei schmeckt zu Fisch- und Fleischgerichten. Er ist unschlagbar zu Kalbsleber und unverzichtbar für die Zubereitung von Saltimbocca. Für eine köstliche Pastasoße werden einige Blätter Salbei in Butter erhitzt. Heilwirkung: Seine ätherischen Öle wirken abschwellend auf die Schleimhäute, antispetisch und krampflösend. |
| Fenchel Fenchel ist eine alte, ursprünglich mediterrane Kulturpflanze. Weiterverarbeitet und genossen werden einerseits die Knollen (v.a. in Salaten, Gemüsegerichten und als Beilage zu gedünsteten Fischgerichten). Die Samen kennt man als Gewürz für Brot und Backwaren und indische Gerichte. Heilwirkung: Die Samen werden als Tee bei Husten , Magen-Darm-Problemen getrunken |
Sauerampfer Der Geschmack rangiert zwischen erfrischend und säuerlich scharf . Sauerampfer wächst fast überall auf den Wiesen in Europa. Er ist ein traditionelles Würzkraut der Bauerngärten.
Sauerampfer ist Bestanteil der berühmten Frankfurter grünen Soße.
Italien kennt eine Salsa verde aus rohem Sauerampfer, Brunnenkresse und Zwiebeln, die kleingehackt mit Essig und Öl cremig gerührt wird. Heilwirkung: Ist reich an Vitamin C |
| Kerbel Es ist eines der zartesten und empfindlichsten Gewürze. Die Blätter sollte man erst kurz vor dem Servieren unter das heiße Gericht heben.
Kerbel passt zu Eiern, Spargel, Kartoffeln und besonders gut zu Möhren. Kerbel ist auch lecker als cremige Suppe oder in Soßen. Heilwirkung: Hat anregende Wirkung auf Nerven sowie Verdauung und ist ein tolles Mittel zum entschlacken. |
Schnittlauch Alle Teile des Schnittlauchs haben ein leichtes Zwiebelaroma und einen würzigen Zwiebelgeschmack. Schnittlauch sollte nie mitgekocht werden. Kleingeschnitten passt Schnittlauch zu allen Blattsalaten, Kartoffelsalat, Eierspeisen und Quarkspeisen. Heilwirkung: Verdauungsfördernd. |
| Koriander Koriander schätzt man in der asiatischen Küche wegen seines pfeffrig-würzigen Geschmacks.
Koriander schmeckt vorzüglich in Suppen, Salaten, Fleisch- und Fischgerichten. Die frischen Blätter ähneln denen von glatter Petersilie. Man verwendet auch auch die kleinen getrockneten Früchte gemahlen für z.B. Lebkuchen. Heilwirkung: Fördert den Appetit und lindert das Völlegefühl. |
Sellerie Geruch und Geschmack von Schnittsellerie erinnern an Petersilie, gepaart mit etwas Schärfe und einer bitteren Note.
Stangensellerie- und Knollensellerie werden als Gemüse roh oder gekocht verzehrt. Knollensellerie als Salat schmeckt vorzüglich. Sellerie schmeckt zu Fisch,Huhn, Gurke. Heilwirkung: Harntreibend. |
| Knoblauch Knoblauch stammt aus den Steppen Zentralasiens.
Ungekocht schmeckt getrockneter Knoblauch beißend scharf, frischer Knoblauch ist milder.
Knoblauch schmeckt zu Huhn und Lammgerichten. Roher Knoblauch würzt Salate und wird mit Tomate und Öl auf Brot gerieben. Zerstoßen ergibt er mit Eigelb und Öl die berühmte Aioli oder mit Nüssen und Basilikum ein Pesto. Heilwirkung: Antibakeriell, soll der Bildung von Tromben vorbeugen. |
Thymian Mit seinem würzigen und leicht süßlichen Geschmack hat frischer Thyimian ein intensiveres Aroma. Getrocknete, junge Triebe werden ganz verwendet, von holzigen Zweigen sollten die Blättchen abstriffen werden. Thymian ist ideal für Grillmarinaden, Gemüse und Schmorgerichte.
Besonders fein schmeckt Zitronenthymian mit seinem erfrischenden Duft. Heilwirkung: Wirkt verdauungsfördernd lindert Atemwegsbeschwerden. |
| Ysop Ysop ist ein naher Verwandter von Thymian, Salbei und anderen Lippenblütern. Hierzulande ist er vorwiegend als Würzkraut bekannt. Ysop ist bereits ein seit sehr langer Zeit verwendetes Gewürz und Heilmittel, dass seine Heimat im Mittelmeerraum hat. Zum Würzen kann man sowohl die jungen Triebspitzen als auch die Blätter und Blüten verwenden. Ysop verwendet man zu fetten Fleischgerichten wie Gans oder Ente. Frisches Ysopkraut kann man aber auch - sparsam - für Salate, Kartoffelsalat oder Eintöpfe verwenden. Ysopblüten sind etwas sanfter im Aroma und lassen sich ebenfalls zum Würzen verwenden.
Mit seinen bitteren Geschmacksnoten ist Ysop auch für Spirituosen interessant. Er aromatisiert beispielsweise Liköre wie den französischen Bénédictine oder den Chartreuse. Heilwirkung: Ysop ist reich an Vitamin C, hilft bei Magenerkrankungen, da es die Verdauung fördert; Wirkt harntreibend, bei Heiserkeit und Husten schleimlösend
und wird in der Rheumabehandlung eingesetzt. |
ZitronenverbeneZitronenverbene hat einen intensiven frischen Zitronenduft. Mitgekochte Blätter duften hinterher noch immer. Feinschmecker und Gourmets verarbeiten die Zitronenverbene gerne in der Küche. Verwendet werden die Blätter für Salate, Schweinefleisch- und Pilzgerichte, aber auch zum Würzen von Süssspeisen wie Obstsalat, Pudding und zur Zubereitung von Speiseeis. Zudem kann man feingeschnittene Blätter in den Zuckerguss für Zitronenkuchen einarbeiten. Heilwirkung: Zitronenverbene als Tee getrunken hat eine erfrischende Wirkung.
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